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Ursprünge
Ursprüng des Nachnamens BOLIS
Was ist ein Name anderes als die Spur, die ein Geschlecht auf dem Ozean der Jahrhunderte hinterlässt ? Der Nachname Bolis mag mit seinem 63.672. Platz im großen Buch der Namen bescheiden erscheinen, doch ihm inne wohnt der Adel des Mysteriums. Man findet ihn in Lothringen bereits im 17. Jahrhundert, verkörpert durch Bauern oder Bergleute, die aus Italien gerufen wurden, um dem Boden den Reichtum der Nationen zu entreißen. Die Etymologie zögert, wie ein Reisender am Scheideweg : Handelt es sich um eine Abwandlung des lateinischen Paulis oder um die germanische Wurzel Buolo, die den Freund, den Bruder bezeichnet ? Einige sehen darin den Schatten eines sumpfigen Ortes, der bolla, doch das Herz bevorzugt den Gedanken der Brüderlichkeit.
Doch hinter der Philologie verbergen sich die Dramen des Daseins. Meine Suche entsprang einem Schweigen : dem meines Großvaters, der den Namen seines eigenen Vaters nie aussprach – eine verstoßene oder flüchtige Gestalt aus einem zerbrochenen Heim. Die Ahnenforschung stößt zuweilen auf eine Mauer aus Nebel : So endet die Spur eines Vorfahren jäh vor dem Pfarrhaus der Kathedrale von Rouen, wo er in einer Wiege ausgesetzt wurde – ein anonym geborenes Kind, dessen einziges Erbe der kalte Stein der Kirche war.
Heute, von Haussonville bis Bergamo, einschließlich der 301 im britischen Cheshire erfassten Personen, bildet der Name Bolis ein buntes, aber unverkennbares Sternbild. Ich bereise nun Frankreich, von Carpentras bis Saint-Malo, nicht mehr als Tourist, sondern als Ermittler. Diese Website versteht sich durch ihre Mehrsprachigkeit als ein Netz, das über diese verstreuten Fragmente der Geschichte geworfen wird. Ich möchte meinen Enkeln erzählen können, dass unser Blut ein Fluss ist, der aus tausend Quellen gespeist wird, und dass wir, auch wenn wir nicht immer wissen, woher wir kommen, zumindest gemeinsam entscheiden können, welchem Horizont wir entgegensteuern.

